Gartentipps

 

 Gartentipps im Januar:   

 

Bedeutung/Monatsname:

   
Der Name des Monats Januar kommt vom lateinischen Wort  "ianuarius", welches von Janus, dem altrömischen Gott des Jahresanfangs, abgeleitet worden war. Im bäuerlichen Leben nannte man den Januar früher auch "Hartung", weil der erste Monat im Jahr vor Kälte richtig knacken soll. Denn ist der Januar zu mild, kommt er nach altem bäuerlichen Wissen später noch einmal zurück, und dann ist es um das Wachstum der Pflanzen meist geschehen.

 

Liegt im Januar hingegen eine dicke Schneedecke auf Feld und Garten, so schützt diese die Natur nämlich vor allzu heftigem Frost.
    
(Buch: "Bauernregeln/Altes Wissen rund um Feld und Garten ...")  

 

Gartentipps:

   
Im Garten kann man die Zweige und Äste der Obstbäume von Schneebelag befreien. Wenn es das Wetter zulässt, können die Ziersträucher, Obstbäume und Beerensträucher zurückgeschnitten werden. Gegen Ende des Monats sollte man die Geranien wieder einpflanzen, damit sie in einem vor Frost geschützten Raum, nicht wärmer als 12°C, anwachsen können.

 

Auch den Komposthaufen kann man an milden Tagen umsetzen sowie die Kübelpflanzen eventuell zurückschneiden, sollten sie austreiben. Eventuell brauchen sie auch etwas Wasser. Jetzt ist die beste Zeit, die Einsatzbereitschaft der Gartengeräte zu kontrollieren und notwendige Reparaturen auszuführen.

   

 

Wetterregeln im Januar:

    
 >
Wenn an Neujahr die Sonne lacht - gibt es viel Fisch in Fluss und Bach.
    
 
> Wenn Gras wächst im Januar -  wächst es schlecht im ganzen Jahr.
    
 
> Ein Januar ganz ohne Schnee - tut Bäumen, Bergen und Tälern weh.  

 

 


 

Gartentipps im Februar:

 

Bedeutung/Monatsname:

Der Name   Februar kommt aus dem Lateinischen. "Februare" bedeutet reinigen; "februarius" ist daher der Reinigungsmonat.

Der Monat Februar war im lateinischen Kalender der letzte Monat. Gegen dessen Ende, also am Ende   des Jahres, fanden in Rom Sühneopfer statt. die althochdeutsche Bezeichnung für Februar war "hornunc", von germanisch "hurna" abgeleitet, was man mit "Spitze", "Ecke", "Horn" übersetzen könnte, da in dieser Zeit der Rothirsch sein Geweih abwirft.  Eigentlich ist es der im Winkel Gezeugte, also der zu kurz Gekommene, da er in der Anzahl der Tage zu kurz kommt.

 

 Taumond, Weibermond oder Narrenmond waren weitere Bezeichnungen für den Februar.

 

(Buch:  "Bauernregeln/Altes Wissen rund um Feld und Garten")

 

Gartentipps:

 

Mitte bis Ende Februar, bei frostfreiem Wetter, wird das Frühbeet gepackt und/oder Mistbeete angelegt.

 

Blumenkohl, Sellerie, Porree, frühe Tomaten, Radieschen, Rettich und Kopfsalat können im Mistbeet oder unter Glas ausgesät werden.

 

Kübelpflanzen sollten auf Schädlinge untersucht und evtl. kaputte/faulige Triebe abgeschnitten werden .

 

Frühkartoffeln und  Zwiebeln an einen dunklen und warmen Ort stellen, damit sie vorkeimen können.

 

Ist der Monat sehr trocken, dann sollten an frostfreien Tagen die immergrünen Pflanzen gegossen werden. Herrscht besonders gutes Wetter, können ältere, große Stauden geteilt und umgepflanzt werden.

 

Bis Ende des Monats sollten die Beerensträucher, die Obstbäume und der Wein zurückgeschnitten sein. Sicherheitshalber überstreicht man durch Schneiden entstandene größere Wunden am Stein- und Kernobst mit Baumwachs oder Holzteer.

 

Wetterregeln im Februar:

 
  >
Februar Schnee und Regen - deuten an den Gottessegen.
 
  > Im Februar zu viel Sonne am Baum – lässt dem Obst keinen Raum.
 
  > Lichtmess im Klee – ist Ostern im Schnee.

 

 


 

Gartentipps im März:

 

Bedeutung/Monatsname:


Der Frühlingsmonat hat seinen Namen von althochdeutsch „marzen“. Eigentlich   ist er dem römischen Kriegsgott Mars geweiht und hieß im Lateinischen   Martius.

 

Der römische Kalender begann ursprünglich mit dem März. Im März   beginnt der Frühling, auch Lenz genannt. Lenz wiederum kommt vom   althochdeutschen „lenzgo“, „zu lang“, weil nun die Tage wieder länger werden.  

 

Die Bauern nehmen zur Monatsmitte die Arbeit auf dem Feld auf, die Zeit der Saat ist nun gekommen.

 

Am letzten Wochenende des Monats beginnt in  Deutschland wie in den meisten anderen europäischen Ländern die Sommerzeit

 


  (Buch: "Bauernregeln/Altes Wissen rund um Feld und Garten ...")

 

Gartentipps:

 

Die Beete können nun   vom Wintermulch befreit werden, damit sich der Boden bei Sonnenschein auch   erwärmen kann.

 

Auch erstes Unkraut muss bisweilen schon gejätet werden. Ist   der Boden trocken, kann man ihn mit einer Grabgabel lockern und glatt rechen.

 

Die erste aufs Freiland ausgebrachte Saat sollte auf jeden Fall noch mit einer Folie abgedeckt werden, damit ihr ein Frosteinbruch nichts anhaben kann.

 

Erdbeeren und   Beerensträucher müssen mit Kompost versorgt werden.

 

An den Obstbäumen sollten neue Leimringe angebracht werden.

 

Der Rasen sollte  vertikutiert und evtl. von Staunässe befreit werden.

Wetterregeln im März:

 


 
> Lässt der März sich   trocken an, bringt er Brot für jedermann.
 


  > So viel Nebel im   März, so viel Fröste im Mai, so viel Gewitter im Sommer
 


  > Wie das Wetter zu   Frühlingsanfang, ist es den ganzen Sommer lang.

 

 


 

Gartentipps im April:

 

Bedeutung/Monatsname:

 

Der Name April kommt vom lateinischen Verb „aperire“ – öffnen, und heißt so viel wie der Monat, an   dem sich die Natur öffnet; die Erde löst sich nach und nach aus ihrer Winterstarre und steuert wieder auf die Zeit der Fruchtbarkeit zu.

 

Der althochdeutsche   Name für den Monat April war Ostermond, und sein lateinischer Name war „aprilis. Der Aprilnarr ist schon seit dem 18. Jahrhundert bekannt und damit auch der   Brauch, jemanden in den April zu schicken.

 

In Deutschland, England und Frankreich kennt man den Aprilscherz, der bereits seit dem 17. Jahrhundert   bezeugt ist..

 

(Buch:   "Bauernregeln/Altes Wissen rund um Feld und Garten")

 

Gartentipps:

 

Im April kann verschiedenes bereits im Freien ausgesät werden, wie z.B. Spinat, Rettich, Radieschen, Rote   Bete, Zwiebeln, Lauch, Mangold, Karotten und Gewürzkräuter.

 

Die Kartoffeln werden jetzt gesteckt und unter Glas können Tomaten, Zucchini, Bohnen, Brokkoli und Paprika ausgesät werden.

 

Auf den Feldern wird im April der Mist oder der Dünger auf die Felder gebracht.

 

Eventuell muss man auch den Rasen noch einmal vertikutieren und die vom Winter angesammelte   Nässe ableiten.

 

Den gesamten Monat April hindurch können noch Erdbeeren gepflanzt werden.

 

Sträucher und frisch gepflanzte Bäume müssen gut gewässert werden, damit die Wurzeln anwachsen können.

 

Wetterregeln im April:

> Bald trüb und rau, bald licht und mild,   - ist der April des Menschen Ebenbild.
 
 

> Wenn der April Spektakel macht, gibt es Heu und Korn in voller Pracht
 
 

> Ist der April schön und rein, braucht der Mai sich nicht zu freu´n,
     schlimmer ist es, wenn er dürr, denn kein Bauer dankt dafür.

 

 


 

Gartentipps im Mai:

 

Bedeutung/Monatsname:

 

Der Monat Mai ist für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres.

 

Sein Name kommt sowohl von der Frühlingsgötting Maja, der Mutter des Götterboten Merkur, aber auch von lateinisch maius jupiter, was so viel heißt wie >Wachstum bringer Jupiter<. Oft wird er auch als der Wonnemonat bezeichnet, was vom althochdeutschen wunnimanod kommt, dem Weidemonat.

 

Es blüht nun die ganze Natur und zeigt sich so von der schönsten Seite, die Temperaturen machen regelrecht einen Sprung, und doch fürchtet der Bauer den Mai auch wegen der oft späten Nachtfröste.

 

(Buch:   "Bauernregeln/Altes Wissen rund um Feld und Garten")

 

Gartentipps:

 

Der Mai ist vor allem der Monat der Pflege, da nun alles blüht und wächst.

 

Die Erdbeerbeete sollten aufgelockert und von Unkraut befreit werden. Überhaupt sollten die Gemüsebeete gejätet weren. Die frisch gesetzten Pflanzen regelmäßig gießen!!

 

Nach den Eisheiligen (11.05.-15.05.) können Bohnen, Kürbisse, Tomaten, Paprika, Gurken, Knollensellerie, Kohlrabi, Zucchini und auch Melonen im Freien gepflanzt und Spätkartoffeln gesteckt werden. Gesät werden nun auch Mangold, Spinat, Karotten, Rote Bete, Grünkohl, Radieschen und Rettiche.

 

Balkonpflanzen können nun auch endlich gepflanzt werden. Abgeblühte Blätter können von den Stauden entfernt werden.

 

Wenn das Wetter trocken ist, müssen die frisch gepflanzten Bäume und Sträucher gut gegossen werden.

 

Die Eisheiligen: 

 

Die Eisheiligen "Mamertus", "Pankratius", "Servatius", "Bonifatius" und "Sophie" (11. Mai bis 15. Mai) werden deswegen so genannt, weil um diese Zeit noch einmal Frostgefahr herrscht.

 

Wetterregeln im Mai:     

 

> Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheune und Fass.     

 

> Nordwind im Mai bringt Trockenheit herbei.     

 

> Wie das Wetter am Kreuzauffindungstag (03.05.), bis Himmelfahrt es bleiben 
   mag

 

> Wie es sich um Sankt Urban (25.05.) verhält, so ist es noch zwanzig Tage
   bestellt.

 

 


 

Gartentipps im Juni:

 

Bedeutung/Monatsname:

 

Der Monat Juni hat seinen Namen von der römischen Göttin "Juno", der Göttin der Ehe, der Familie und der Geburt. Der Name setzte sich bei uns im 16. Jahrhundert durch. Bis dahin wurde der Juni vor allem Brachmond genannt, aber auch Heu-, Lilien-, sommer- oder Rosenmond.

 

Brachmond oder Brachet, wie die Bauern den Monat Juni nannten, deswegen, weil im Juni das Brachfeld bearbeitet wurde. Früher ließen die Bauern ja alle drei Jahre das Feld brachliegen, um den Boden zur Ruhe kommen zu lassen und ihn nicht zu sehr auszulaugen.

 

Der Juni ist aber auch der Gras- oder Heumonat, weil in diesem Monat die Heuernte begann, wie heute noch auf den Almlagen der Hochgebirgsbauern.

 

 

(Buch:   "Bauernregeln/Altes Wissen rund um Feld und Garten")

 

Gartentipps:

 

Wie bereits im Mai, so muss auch im Juni nur vor allem Unkraut gejätet und die Pflanzen von Schnecken und Ungeziefer befreit werden.

 

Erdbeeren und Johannisbeeren werden/sind reif und die Spargelzeit geht in die letzte Phase.

 

Im Freien können Salat, Fenchen. Kohlrabi, Spinat, Rüben, Rettich, Mangold, Karotten, Bohnen und Radicchio ausgesät werden.

 

Gepflanzt werden Sellerie, Kohl, Taomaten, Paprika und Gurken, Zucchini und Kürbis.

 

Abgeblühte Stauden werden zurückgeschnitten und abgeerntete Beete sollten umgegraben und neu bepflanzt werden. zum Beispiel mit frühem Wirsing und frühem Kraut.

 

Vergessen Sie aber nie, sich auch einmal ein Päuschen zu gönnen und den Garten zu genießen Cool

 

 

Schafskälte: 

 

Mit Sankt Metrard am 8. Juni beginnt die sogenannte Schafskälte, eine kurze Wetterperiode, die oft kühl, trüb und regnerisch ist.



Um den 11. Juni (zwischen dem 4. und 20. Juni) gibt es in Mitteleuropa oft einen Kälteeinbruch, der sich vor allem in Deutschland auswirkt. Die Schafskälte tritt nicht jedes Jahr auf. Durch kühle und feuchte aus dem Nordwesten einströmende Luft sinkt die Temperatur um fünf bis zehn Grad Celsius.

 

Den Namen trägt diese Wetterlage nach den Schafen, die traditionell bis dahin bereits geschoren wurden und für die der Kälteeinbruch dann durchaus bedrohlich werden kann. Muttertiere und Lämmer wurden daher erst nach Mitte Juni geschoren.

 

Wetterregeln im Juni:   

 

> Stellt der Juni mild sich ein, wird mild auch der Dezember sein.     

 

> Juni trocken mehr als nass, füllt mit gutem Wein das Fass. 
   (für unsere Weinliebhaber in der Kolonie Zwinkernd)
     

 

> Regnet es am Siebenschläfertag (27.06.), es sieben Wochen regnen mag.

 

> Viermal Juniregen bringt zwölffach Segen.

 

 


 

Gartentipps im Juli:

 

Bedeutung/Monatsname:

 

Der siebte Monat des Jahres verdankt seinen Namen Julius Caesar, der den julianischen Kalender mit 365 Tagen und mit einem Schaltjahr alle vier Jahre eingeführt hat.

 

Nach altrömischer Zählung war der Juli der fünfte Monat des Jahres, da das römische Jahr im März begann.

 

Der Juli wurde auch der Heumond, Heumonat oder Erntemonat genannt, da im Juli das Heu geerntet wurde. In der zweiten Hälfte des Monats beginnt die heißeste Zeit des Jahres, die sogenannten "Hundstage".

 

Der Juli ist allerdings auch oft von starken Gewittern und kurzen, aber heftigen Regenschauern geprägt. 

 

(Buch:   "Bauernregeln/Altes Wissen rund um Feld und Garten")

 

Gartentipps:

 

Nun ist im Juli die Zeit der Ernte angebrochen. Wird das Obst und Gemüse ziemlich früh am Morgen geerntet, dann bleibt es länger frisch.

 

Alle Pflanzen müssen nun regelmäßig nach Schädlingen bzw. Ungeziefer untersucht werden. Um die Gemüsebeete kann/sollte man einen Schneckenzaun aufstellen.

 

Die Hauptarbeit im Garten besteht nun im täglichen Gießen und Unkrautjäten. Wichtig ist auch, die Blütenreste nach dem Abblühen zu entfernen und bei den Obstbäumen einen sogenannten Auslichtungs- oder Pflegeschnitt vorzunehmen.

Stark tragende Obstbäume werden gestützt, wilde Triebe entfernt und es muss regelmäßig gegossen werden.

 

Gerade bei Kirschbäumen empfiehlt sich nach der Ernte ein Sommerschnitt.

 

Die Ausläufer der Erdbeerpflanzen können abgetrennt und neu gepflanzt werden.

 

Vereinzelt werden schon Frühkartoffeln und Blumenkohl geerntet.

 

Hundstage: 

 

Am 23. Juli beginnen die Hundstage, die erst am 23. August wieder enden. In dieser Zeitspanne steht die Sonne in der Nähe des Hundesternes, der auch Sirius genannt wird.

 

Die Hundstage sind als die heißesten Tage im Jahr bekannt.

 

Wetterregeln im Juli:  

 

> Im Juli muss die Hitze braten, was im Herbste soll geraten.   

 

> Fällt an Jakobi (02.07.) die Blüte vom Kraut, wurden keine guten Kartoffeln
   gebaut.

 

> Juli schön und klar - gibt ein gutes Bauernjahr.

 

> Wenn Ende Juli schon die Schwalben ziehen, sie vor baldiger Kälte fliehen.

 

 


 

Gartentipps im August:

 

Bedeutung/Monatsname:

 

Der achte Monat des Jahres hat seinen Namen von augustus - was so viel heißt wie "der Erhabene, "der Ehrwürige" -, dem Würdenamen des Kaisers Oktavian.

 

Ursprünglich wurde der Monat Erntemond oder Sommermond genannt.

 

Diese Bezeichnungen konnten sich aber nicht durchsetzen, da in den Klöstern und Kanzleien ausschließlich das lateinische augustus gebräuchlich war.

 

In verschiedenen Gegenden wurde der achte Monat auch der Sichelmond genannt, in Anlehnung an die Sichel, das Werkzeug also, mit dem das Getreide geschnitten wurde.

 

(Buch:   "Bauernregeln/Altes Wissen rund um Feld und Garten")

 

Gartentipps:

 

Auch der August ist im Garten vor allem vom Ernten geprägt.

Zur reichen Ernte kommt dann die arbeitsintensive Verarbeitung der Früchte.

Hinzu kommt das tägliche - manchmal sogar zweimalige - Gießen, weil es gewöhnlich in der ersten Hälfte des Monats noch sehr heiß und trocken ist.

Auch der Rasen muss regelmäßig gesprengt werden.

 

Gärtner Pötschkes Ratschlag für den Rasen:

Ist dein Rasen blass - mach ihn nass -
Gerade bei der großen Hitze, schätzt er wie du die kühle Spritze!

 

 

Wetterregeln im August:  

 

> Fängt der August mit Hitze an, bleibt sehr lang die Schlittenbahn.

 

> Bläst im August der Nord, so dauert gutes Wetter fort.   

 

> Sankt Oswald (05.08.) muss recht trocken sein, sonst wird teuer Korn und Wein.

 

> Regnet es am Laurenzitag (10.08.), gibt es große Mäuseplag.

 

  


 

Gartentipps im September:

 

Bedeutung/Monatsname:

 

Der neunte Monat des Jahres ist nach dem lateinischen Zahlwort Septem, der siebte Monat, benannt.

Hierbei muss man beachten, dass das altrömische Jahr mit dem März begann.

Altdeutsch hieß der neunte Monat auch Herbst- oder Früchtemond, dann nun war die   Haupterntezeit für Wein und Früchte gekommen.

Im September liegt der   Herbstbeginn. Und „Herbst“ kommt von Althochdeutsch herbist, was übersetzt „schneiden“ bedeutet. Im September, in Teilen Deutschlands auch Spätjahr genannt, werden die Tage spürbar kürzer, wenngleich sich das Wetter oft noch mit sehr warmen und äußerst angenehmen Tagen von seiner schönsten Seite zeigt.

 

 

(Buch:   "Bauernregeln/Altes Wissen rund um Feld und Garten")

Gartentipps:

Im September ist die Erntezeit für Spätkartoffeln, Lauch, Speisemais, Weißkohl und Bohnen.

Zwiebeln, Karotten, Rote Bete und Sellerie dürfen noch ein paar Wochen stehen bleiben.

Im Freien werden Feldsalat und Zwiebeln ausgesät.

Rhabarber lässt sich nun gut für die Überwinterung pflanzen.

Wenn Brombeeren und Himbeeren geerntet sind, können die Stauden gelichtet und geteilt werden.

Die im Sommer blühenden Sträucher und Stauden sollten jetzt gepflanzt werden.

Äpfel und Birnen sollten etwa ein bis zwei Wochen vor der Reife geerntet werden. Dann lagert man das Obst möglichst in einem kühlen, dunklen Raum.

Noch unreife Tomaten kann man jetzt mit einer Folie abdecken, damit sie schneller reifen.

Das Pflanzenwachstum lässt nach der Reifephase deutlich nach, sodass nun nicht mehr so oft gegossen werden muss.

Eventuell den Rasen nochmal mähen.

 

Erntedank  

Mit dem Erntedankfest, das meistens am ersten Oktobersonntag, manchmal auch schon Ende September begangen wird, endet im Brauchtumsjahr die an Festen arme Sommerzeit

Die Menschen sollten für das danken, was sie erhalten haben. Früher als alles noch mit Muskelkraft geleistet werden musste, beging man den ersten Schnitt des Getreides in einer Art „Segnungsfeier“. In dieser Zerremonie wurden die Sensen und Rechen gesegnet. Das erste „Fuder“  musst ohne Lärm und Streit eingebracht werden, sonst bedeutete es Unglück.

Am Ende der Ernte flochten die Mägde aus den längsten und schönsten Halmen auf dem Feld einen Kranz, der dann für alle sichbar an den Kornschober oder eine Erntehütte gehängt wurde. Wenn dann alle Felder abgeerntet und alle Fuder glücklicherweise und ohne Unglück eingebracht waren, wurde der Kranz in einer Art Umzug von den Knechten und Mägden auf den Bauernhof geholt und bei der anschließenden Erntefeier dem Bauern übergeben. Der hängte ihn dann meist auf dem Hof auf.

Viele kirchliche Feiern heute verbinden mit dem Erntedank konkrete Hilfe für und Solidarität mit den hungernden Menschen in der Welt. Auch diese Seite des Dankes für die reichhaltige Ernte gilt es zu sehen und zu feiern.

 

Wetterregeln im September:
   

> Septemberregen kommt dem Bauern gelegen; wenn er aber den Winzer trifft,
   ist er ebenso schlecht wie Gift.

 
 

> Wie Ägidius (01.09.) sich verhält, ist der ganze Herbst bestellt.
 
 

> Nebelts an St. Kleophas (25.09.), wird der ganze Winter nass.

  


 

Gartentipps im Oktober:

 

Bedeutung/Monatsname:

 

Nach dem julianischen Kalender ist der Oktober der achte (von lateinisch octavus, octo=acht) Monat im Jahr. Andere Namen für den Oktober waren Weinmond, Reifmond und Gilbhard.

Mit dem Altweibersommer, der meist schon in der letzten Septemberwoche beginnt und oft bis Mitte Oktober mit milden Herbstwetter anhält, beginnt nun die   eigentliche Übergangszeit vom Sommer zum Winter.

Manchmal kommt es im Laufe des Monats zu den extremsten Temperaturstürzen des ganzen Jahres.

 

Zu Beginn ist der Oktober oft mild und warm, und am Ende liegt nicht selten bereits eine zentimeterdicke Schneedecke.

 

Altweibersommer

Von Altweibersommer spricht man, wenn um den 20. Oktober herum noch sommerlich warme Temperaturen vorherrschen.

Junge Spinnen lassen sich mit dem Wind umherwehen und hinterlassen hauchdünne Spinnweben, die als Glück bringend gelten.

Manchmal werden sie nach mythischen Spinnerinnen benannt.

In Bayern sind die hauchdünnen Spinnfäden auch unter den Namen Marienseide, Frauensommer oder Liebfrauenfaderl bekannt.

  

(Buch:   "Bauernregeln/Altes Wissen rund um Feld und Garten")

  

Gartentipps:

Im Oktober zieht die Natur Bilanz. Die Felder sind bis auf den Futtermais abgeerntet. Nun ist es Zeit, die Balkonkästen auszuleeren und die Kübelpflanzen ins Haus oder in den Keller zu bringen, wo sie in Ruhe überwintern können.

Noch nicht abgeerntetes Gemüse mit einer Folie vor eventuellen Nachtfrösten schützen.

Den Boden lockern und dann mit Kompost oder Mist düngen. Die umgegrabenen Beete vertragen eine Gründüngung und brauchen für den Winter eine Mulchschicht.

An den Obstbäumen Leimringe anbringen, damit die Raupen den Bäumen nicht schaden können. Frostrisse eventuell mit Weißanstrich versehen.

Auch im Winter brauchen die Pflanzen Wasser. Daher sollte man noch vor dem ersten Bodenfrost Stauden und Sträucher nicht zu stark wässern.

 

 Wetterregeln im Oktober:
 
 

> Wenn der Zugvogel im Oktober zeitig geht, naher Winter vor der Türe steht.
 
 

> Regen an Sankt Remigius (01.10.) bringt  den ganzen Monat Verdruss.
 
 

> Im Oktober der Nebel viel, bringt im Winter der Flocken Spiel.

  


  

Gartentipps im November:

 

Bedeutung/Monatsname:

Der Monat November war ursprünglich der neunte (lat. novem=neun) Monat im römischen Kalender. Er wurde auch Windmond, Wintermond und Nebelmond genannt.

Der dunkle Monat, in dem sich die Sonne oft schwer tut, durch die dichten Nebel und Wolken zu dringen, bietet eine Reihe wichtiger Festtage, von Allerheiligen bis Sankt   Katharina.

Allerheiligen (01.11.) geht auf die Einweihung einer Kapelle zu Ehren Jesus Christi und aller Apostel und Heiligen zurück.

Der Toten wurde dagegen erst an Allerseelen (02.11.) gedacht.

An Sankt Kathrein (25.11.) fand dann mit dem „Kathreinstanz“ das letzte fröhliche Fest vor Weihnachten statt.

 

  (Buch: "Bauernregeln/Altes Wissen rund   um Feld und Garten")

 

Gartentipps:

An milden Tagen im November können die Obstbäume und Beerensträucher zurückgeschnitten werden. 

Die neuen Beete sollten noch vor dem Wintereinbruch umgegraben und Unkrautwurzeln entfernt werden.

Mit der Ernte von Lauch, Weißkohl, Rosenkohl und Meerrettich geht das Erntejahr zu Ende. Nun ist es auch Zeit, den Dünger auszubringen.

Die Baumscheiben sollten mit Kompost oder Laub gemulcht, die Rosen und alle winterfesten Ziersträucher mit Tannen- oder Fichtenzweigen abgedeckt werden.

Das abfallende Laub wird aufgesammelt.

Laub- und Reisighaufen können für Nützlinge angelegt und für die Vögel Futterhäuschen aufgestellt werden.

 

Wetterregeln im November:
  

> Allerheiligen-Reif macht die Weihnacht starr und steif.

   
> Ist Sankt Martin (11.11.) trüb, wird der Winter lind und lieb;
    ist er aber hell, macht er Eis gar schnell 

   
> Sankt Elisabeth (19.11.) sagt es an, was der Winter für ein Mann.

 


 

Gartentipps im Dezember:
 

Bedeutung/Monatsname:


Wie bereits bei den vorangegangenen Monaten, so ist dieser Monat nach dem römischen Kalender nicht der zwölfte sondern der zehnte (lat. decem=zehn).


In der bäuerlichen Tradition wurde der Dezember auch Christmond, Julmond, Wintermond oder Frostmond genannt. Der Name Julmond kommt aus dem Schwedischen, dort bedeutet Jul „Weihnachtsfest“.


Obwohl im Dezember der Winter seinen Anfang nimmt, ist das Wetter gerade um die Wintersonnwende herum oft ausgesprochen mild.


Meist hält in den Tagen nach Weihnachten der von strengem Frost begleitete Winter endgültig seinen Einzug.

 

Träume im Advent

Altem Volksglauben nach haben die Träume an den vier Adventssonntagen ganz besondere Bedeutung.

Kündigen sie doch in ihren Traumbotschaften an, was sich die nächsten vier Quartale des Jahres an Ereignissen bringen werden!

 

In diesem Sinne wünsche ich angenehme Träume  und eine ruhige besinnliche Adventszeit

  

(Buch: "Bauernregeln/Altes Wissen rund um Feld und Garten")

 

Gartentipps:
 

Im Dezember ist vor allem auf den notwendigen Frostschutz im Garten zu achten. Alle empfindlichen Pflanzen müssen mit Fichtenreisig abgedeckt werden.


Staudenbeete und Baumscheiben sollte man großzügig (wenn nicht schon im November geschehen) mulchen. Auch die Kübelpflanuzen nicht vergessen mit Reisig abzudecken.


Der Gartenteich sollte an einer Stelle eisfrei gehalten werden!!

 
Wenn der Schnee liegen bleibt, bildet er einen natürlichen Schutz vor starkem Frost.

 
Verschiedene Wintergemüse wie Rosenkohl und Lauch können bei mildem Wetter noch geerntet werden. Auch Obstbäume können noch geschnitten werden. Es empfiehlt sich, regelmäßig das Obstlager zu kontrollieren und faule Früchte zu entfernen.

 
Letztendlich eignet sich das kalte Wetter im Dezember sehr gut für die Pflege und Instandsetzung der Gartenwerkzeuge. Im bäuerlichen Leben war der Dezember vor allem die Zeit der Ausbesserung und Zeit für die Holzarbeit.

 

Wetterregeln im Dezember:

> Fällt zu Eligius (01.12.) ein starker Wintertag,
    die Kälte wohl vier Monate dauern mag.

 

> Geht Barbara (04.12.) im Klee, kommt das Christkind im Schnee.

 

> Dezember dunkel, nicht sonnig und klar, verheißt ein gutes fruchtbares Jahr,
   ein nasser macht es unfruchtbar.

 

© 2020 Dauerkleingarten-Anlage Espan II | Template by vonfio.de